Tokio 2020 fest im Blick:: Als Kind Zorro, heute Olympionike

Tokio 2020 fest im Blick: : Als Kind Zorro, heute Olympionike

Die drei Musketiere. Zorro. Ritter. Für Benedikt Wagner gab es als Kind genügend Vorbilder, die Schwert oder Degen elegant schwingen konnten. Grund genug, selbst so eine Waffe in die Hand zu nehmen. So kämpft Wagner mit seinem Säbel in der derzeitigen Nationalmannschaft, war Olympiateilnehmer vor sieben Jahr, Weltmeister vor fünf Jahren und Europameister vor zwei Jahren.

Derzeit bereitet der 28-Jährige sich für die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Tokio vor.

"Ich habe mein Hobby und meine Leidenschaft zum Beruf gemacht", schwärmt Benedikt Wagner. Mit nur sieben Jahren stand für den Rommerskirchener schnell fest: Fußballspielen interessiert ihn nicht so sehr wie das Fechten. "Ich bin meinen Eltern so lange auf die Nerven gegangen bis sie nachgegeben haben", lacht er über seine Hartnäckigkeit. Da ahnte schließlich noch niemand, dass Wagner als Leistungssportler so erfolgreich sein würde.

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Vom Teilzeitinternat führte der Weg nach dem Abitur dann schließlich zur Bundeswehr. "Dort gibt es eine Sportfördergruppe bei dem der Dienst auf Sport ausgerichtet ist", erklärt der 28-Jährige, "natürlich habe auch ich die Grundausbildung absolvieren müssen, die Idee ist aber, dass sich die Sportler ausschließlich auf den Sport konzentrieren können." Weil der Sport aber keine Zukunft im hohen Alter bietet, studiert Benedikt Wagner derzeit noch Journalismus und Unternehmenskommunikation in Köln. "Irgendwann ist es mit dem Erfolg vorbei, deswegen habe ich einen Plan B gesucht", zeigt er sich bedacht.

Beim Fechten gibt es drei Disziplinen

Doch bis dahin bereite er sich gerade intensiv beim TSV Dormagen, bei dem derzeit übrigens die Nationalmannschaft trainiert, für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vor. "Das Ziel dabei ist vor allem, Olympiasieger zu werden", meint er zielstrebig. Das habe 2012 in London leider nicht geklappt. "Da war aber auch das Ziel, überhaupt an olympischen Spielen teilzunehmen. Das haben wir geschafft", so Wagner. Ein Bild mit einem roten Bus aus London an der Wand sollte damals motivieren.

Ein Vereinswechsel kam für den Rommerskirchener nie in Frage. "Zum einen habe ich mich in dem Verein immer sehr wohl gefühlt. Zum anderen gilt der TSV Dormagen in meiner Disziplin als der beste Verein in Deutschland. Und ich habe damals beim jetzigen Bundestrainer das Fechten gelernt", erzählt er.

Beim Fechten gibt es drei Disziplinen: Säbel-, Florett- und Degenfechten. Wagner selbst ficht mit einem Säbel. "Die Klinge ist zwar stumpf, der Säbel gilt aber als Hieb- und Stoßwaffe", berichtet der Leistungssportler. So ist es unglücklicherweise sogar einmal zu einem Unfall mit Trainingspartner Max Hartung gekommen, der sich aber nur leicht verletzte. "Die Kraft der Waffe darf man auf jeden Fall nicht unterschätzen", meint Benedikt Wagner.

Mehrmals am Tag versucht sich der Rommerskirchener ausgiebig Zeit für den Sport zu nehmen, damit es 2020 in Tokio ach wirklich klappt …