Spiele-Spaß aus und für Rommerskirchen: : Kirchen ersetzen die Hotels

Nico Hendricks spielt für sein Leben gerne Brettspiele. Da lag es für den Rommerskirchener nahe, auch selbst einmal ein Spiel zu entwickeln. Da „Monopoly“ eines seiner Lieblingsspiele ist, entschied er sich – gemeinsam mit einem Freund – eine lokale Variante des beliebten Spiele-Klassikers zu entwickeln. Und so entstand „Rokopoly“.

„Vor elf Jahren kam ich nach Rommerskirchen; mein Vater war hier aufgewachsen. Und ich habe mich schnell wohl gefühlt und möchte nie wieder woanders leben“, so der 26-Jährige. Eine Liebeserklärung an seine Heimatgemeinde, die er nun auch in seinem Spiel umgesetzt hat: „Die Regeln bleiben gleich, aber alles ist auf Rommerskirchen runter gebrochen. Die Straßen sind die Ortsteile, dann haben wir Besonderheiten mit eingebaut wie den Bahndamm und die vier Feuerwehren stehen für die Bahnhöfe im Original-Spiel. Aus den ursprünglichen Hotels wurden Kirchen. Das passt eben einfach besser zu uns und Rommerskirchen.“

Aus kleinen Holzstücken wurden die Kirchen und Häuser in liebevoller Kleinarbeit selbst gesägt und geschliffen. Zusätzlich bauten die beiden jungen Männer das Spielbrett, ebenfalls aus robustem Holz. „Bis wir ganz fertig sind, dauert es noch ein wenig. Aber dann freuen wir uns schon darauf, das Spiel endlich zu testen“, so der Elektroniker, der seinen Meister gemacht hat.

  • Beispiele für Hilfsaktionen aus der gesamten Region von Hemmerden über Rommerskirchen (Thomas Gulentz; oben) und Jüchen (Justin Krönauer und Rene Bamberg). In ganz Deutschland gibt es diese Initiativen. Der Rhein-Kreis bietet jetzt für alle, die in Zeiten von Corona für andere im Kreisgebiet aktiv werden möchten, ein Online-Portal, über das sie sich melden und einbringen können. Dazu wurde unter rkn.nrw/ehrenamt ein Meldeformular erstellt.
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Dann kann er sich auch vorstellen, dass er das Spiel mal mit zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nimmt: Denn Hendricks ist seit fast zehn Jahren als ehrenamtlicher Betreuer im Jugendhaus „GIL-ty“ tätig. Für die Kinder zwischen sechs und 14 Jahren denkt er sich regelmäßig Ideen aus, wie sie ihre Freizeit sinnvoll nutzen können.

Im „GIL-ty“ hat er selbst nach seinem Zuzug eine Heimat und Freunde gefunden. „Aber jetzt bin ich langsam der älteste der Betreuer. Ich habe das immer gerne gemacht, weil es einfach Spaß bereitet hat. Dafür ist auch einiges an Jahresurlaub drauf gegangen, aber so langsam habe ich das Gefühl, dass jetzt mal die Jüngeren dran sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Eine neue Freizeitbeschäftigung, neben lauter Musik und schnellen Autos, ist auch schon in Sicht: Hendricks marschiert bei den „Butzheimer Boschte“ beim Schützenfest mit. Aktuell noch auf Probe, aber er freut sich, wenn sich das ändert und er als vollwertiges Mitglied beim Heimatfest teilnehmen wird.

Soll das „Rokopoly“ denn richtig die Produktion gehen? „So weit sind wir nicht. Wir haben ja gerade erst unseren Prototyp entwickelt. Aber eins ist klar: Das wird nicht das letzte Spiel sein, das wir entwickelt haben. Wir haben schon die nächsten Ideen im Kopf…“

(Julia Schäfer)