Wildbienen-Projekt in Wevelinghovener KiTa Hier sind „Wildbienen willkommen“!

Wevelinghoven · Um bereits die jüngste Generation für den Schutz der Artenvielfalt zu begeistern, führt der Rhein-Kreis in Kooperation mit der „Stiftung Rheinische Kulturlandschaft“ ein Projekt rund um die Wildbienen durch: In zehn Kindergärten lernen mehr als 230 Jungen und Mädchen bis zu den Sommerferien das Leben dieser interessanten Insekten kennen. Im katholischen Kindergarten „St. Martinus“ in Wevelinghoven wurde jetzt das Projekt „Wildbienen willkommen“ vorgestellt.

„Wildbienen willkommen“ (von links): Markus Reinders, Anka Schmanke, Gregor Küpper und Judith Sewing freuen sich mit den Jungen und Mädchen über das Naturschutz-Projekt.

„Wildbienen willkommen“ (von links): Markus Reinders, Anka Schmanke, Gregor Küpper und Judith Sewing freuen sich mit den Jungen und Mädchen über das Naturschutz-Projekt.

Foto: RKN.

„Gerade die Jüngsten lassen sich offen, spielerisch und aktiv auf die Natur ein. Diese Begeisterung können wir nutzen, um sehr früh ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu schaffen. Ich freue mich, dass der Kreistag uns in diesem Jahr erstmals Mittel für die Umweltbildung zur Verfügung gestellt hat und wir solch ein tolles Projekt in unsere Kommunen bringen können”, so Kreis-Umweltdezernent Gregor Küpper.

Die Vielfalt der weltweit mindestens 16.000 Wildbienen-Arten ist sehr groß. So legen zahlreiche Arten für ihre Brut Niströhren in der Erde an, nutzen Totholz oder abgestorbene Pflanzenstängel für die Ei-Ablage. Diese Materialien fehlen jedoch zunehmend, wodurch sich die Bedingungen für Wildbienen immer weiter verschlechtern. „Dabei haben Wildbienen nicht nur eine enorme Bedeutung für unser ökologisches Gleichgewicht, sondern tragen durch ihre Bestäubungsleistung enorm dazu bei, die Erträge in der Landwirtschaft zu erhalten. Wildbienen sichern somit auch unsere täglichen Lebensmittel“, so Anka Schmanke, Projektleiterin der „Stiftung Rheinische Kulturlandschaft“.

Vor diesem Hintergrund sind zehn Kindergärten mit ihren Projekttagen gestartet. Dazu haben sie ein Wildbienen-Set mit Dosen, Bruthülsen und Saatgut für Blühflächen erhalten. Die Kinder werden daraus unter fachkundiger Anleitung farbenfrohe Wohnstätten für den Wildbienen-Nachwuchs basteln.

Die fertigen Wildbienen-Unterkünfte werden in den Außengeländen der Kindergärten aufgehängt, so dass die Insekten ihre Eier in den kleinen Kunstwerken ablegen können. Für die Kinder wird es dann spannend zu sehen sein, wie sich aus den Larven bis zum nächsten Frühjahr eine neue Generation Wildbienen entwickelt.

Auch für ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Wildbienen wird gesorgt. Dafür legen die Kinder mit Saatgut einen Blühstreifen an. So werden neue Lebensräume für die Wildbienen geschaffen.

Für Judith Sewing, Leiterin des Kindergartens, stand die Teilnahme außer Frage: „Als wir die Anfrage erhielten, ob wir beim Wildbienen-Projekt mitmachen möchten, waren wir sofort begeistert. In diesem Projekt werden schließlich motorische und kreative Fähigkeiten der Kinder im Zusammenhang mit dem Thema Naturschutz gefördert.“

(-ekG.)