Leitziele und Strategien: Die Zukunft der Stadt Jüchen basiert nun auf fünf Leitzielen

Leitziele und Strategien : Die Zukunft der Stadt Jüchen basiert nun auf fünf Leitzielen

Die interkommunale Zusammenarbeit nutzen. Eine zukunftsorientierte Mobilität gestalten. Jüchen zur umwelt- und klimagerechten Stadt entwickeln. Das Wirtschaftspotenzial der Stadt stärken und ausbauen sowie Jüchen als Wohnort ausbauen – das sind sie die fünf Leitziele, die Jüchen insbesondere im Rahmen des Strukturwandels und der Gestaltung der Tagebaufolgelandschaften vorantreiben sollen.

Bis 2025 soll sich die Einwohnerzahl in Jüchen auf 25.000 erhöht haben, so die Strategie des ersten Leitziels „Jüchen als Wohnort weiterzubauen“. Neue Wohnbaugebiete im Bereich Jüchen-Süd und zwischen Hackhausen und Spenrath könnten beispielsweise dazu beitragen. „Die Vorschläge für die Wohnbaugebiete in Gierath und Bedburdyck (der Top-Kurier berichtete) werden zur Zeit zwar nicht berücksichtigt, wir werden aber nicht aufgeben, sie im Rahmen von Änderungen zu platzieren“, erläutert Bürgermeister Harald Zillikens. Ab 2025 sollen nämlich auch entsprechende Standorte entwickelt werden, die insbesondere im Einzugsbereich von Bahnhof-Haltestellen liegen sollen. Die Berücksichtigung von bezahlbarem Wohnort ist dabei eine „zentrale Zukunftsfrage“, wie es in dem Positionspapier der Stadt heißt.

Für das zweite Leitziel „Jüchens Wirtschaftspotenzial stärken und ausbauen“ sieht die Verwaltung vor, Angebote für kleine Betriebe in den bestehenden Wohnbaugebieten zu entwickeln, während große Unternehmen südlich der A 46 verwiesen werden sollen. Weiterhin bekennt sich die Stadt zur Landwirtschaftlichen Prägung, so dass die Landwirte in unter anderem der Nachhaltigkeit unterstützt werden sollen. Des Weiteren soll das interkommunale Gewerbegebiet mit der Stadt Grevenbroich umgesetzt werden sowie auch ein weiteres mit der Gemeinde Titz am Kreuz Jackerath geplant werden. Das angedachte Wohnbaugebiet Jüchen-Süd soll für eine Neuansiedlung von Behörden oder anderen öffentlichen Einrichtungen vorgesehen werden.

Das dritte Leitziel „Jüchen zur umwelt- und klimagerechten Stadt entwickeln“ berücksichtigt das Klimaschutzkonzept bei dem die Stadt Jüchen bis 2030 die Co2-Emissionen pro Einwohner auf 4,6 Tonnen im Jahr reduzieren will. So soll auch ein Waldvermehrungsprogramm in die Planungen einbezogen werden sowie die Schaffung einer Grünverbindung zwischen dem „Grünen Band“ am Tagebau und Schloss Dyck. „In Jüchen haben wir mit dem Tagebau den Gegenpol zum Landschaftspark“, erklärt Zillikens das Projekt, „der Jüchener Bach könnte zwischen Schloss Dyck und dem Tagebau schrittweise begrünt werden. Das Ganze wollen wir konzeptionell vordenken, um die Fläche erlebbar und auch befahrbar zu machen.“

Auch für das vierte Leitziel „Eine zukunftsorientierte Mobilität gestalten“ soll weiter gedacht werden. So ist die Idee, das Angebot des öffentlichen Verkehrs und des Radwegesystems zu verbessern. Ein Bahnhof-Haltepunkt ist somit auch im östlichen Stadtgebiet geplant. Zudem soll Jüchen auch in das S-Bahn-Netz eingebunden werden. „Wir erhoffen uns durch diese Einrichtung bis 2028 modernisiert zu werden“, so die Überlegung des Bürgermeisters. Denn es ist Fakt: Im Rahmen des Strukturwandels soll die S-Bahn kommen. Dadurch wird ein barrierefreier und modernisierter Umbau nötig. Für das fünfte Leitziel „Interkommunale Zusammenarbeit nutzen“ ist weiterhin die Kooperation mit vielen Handlungsträgern vorgesehen.

(Alina Gries)
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