Ferienfreizeit in „Bebberdore“: Für Zauberer-Fans wurde ein Traum wahr

Ferienfreizeit in „Bebberdore“ : Für Zauberer-Fans wurde ein Traum wahr

„Am coolsten finde ich das wir hier Quidditch gespielt haben“, strahlt Tom und zieht sein rotes Band, das er über der Schulter hängen hat, zurecht. Die Farbe symbolisiert: er gehört zum Hause Gierathor.

Der Harry Potter-Fan ist begeistert von „Bebbers Zauberschule“. Hier werden Zaubertricks geübt, Eulen gebastelt und sogar Alraunen mit Gesicht gepflanzt. Und nicht nur die 40 Kids sind Feuer und Flamme in Harry Potters Fußstapfen zu treten.

Überall turnen Kinder in Umhängen und mit Zauberhüten über das Gelände des Martinustreffs, die Zauberstäbe dabei fest umklammert. Denn in „Bebbers Zauberschule“ wird einiges gelernt. „Zu Beginn der Freizeit hat ein sprechender Hut die Kinder erst einmal auf die unterschiedlichen Häuser verteilt“, erklärt Eva Stevens vom Förder- und Freundeskreis „St. Martinus“ Bedburdyck das Prozedere. Ein grünes Band gab es für Schlicherin, ein rotes für Gierathor, ein gelbes für Stessenpuff und ein blaues für Rathenclaw.

Foto: Kurier Verlag/Alina Gries

Die Häusernamen beziehen sich auf die umliegenden Orte. Bedburdyck ist dabei die Zauberschule mit dem Namen „Bebberdore“, ein Synonym für Hogwarts. Sogar ein Punktesystem gibt es – ähnlich wie in Joanne K. Rowlings Fantasieroman. „Die Kinder müssen sich an Regeln halten, benimmt sich jemand nicht, bekommt das Haus einen Punkt abgezogen“, so Stevens weiter, „ist ein Kind mit dem Basteln fertig geworden, erhält es hingegen einen Punkt.“

Betreuerin Monika bastelt mit den Kids Alraunen. Dazu wird Blumenerde in Nylonstrümpfe gewickelt und mit Kresse besät.

Und mit zauberhaften Ideen haben sich die Betreuer wieder einmal selbst übertroffen. Ob Drachen-Eier, Knuddelmuffs oder auch haarige Spinnen – eben all das, was zu einer Zaubererschule gehört. „An einem Tag ist sogar eine Zauberin vorbeigekommen“, erzählt Stevens. Tom und Erik wollen dabei eifrig die Tricks direkt einmal vorführen. „Jedes Kind hat eine eigene Magierbox bekommen“, erklärt Betreuerin Eva Bruckmann weiter, die im übrigen selber ein Harry Potter-Fan ist und sogar viel Equipment beisteuern konnte. Aus Essstäben und Heißkleber wird dabei schnell ein Zauberstab. Aus Mundspachteln und Wolle ein Spinnennetz. Und auf braune oder weiße Ballons werden Eulen gemalt an die ein Brief mit Wachssiegel gehangen wird. Für viele Kids – und auch sicher den ein oder anderen Betreuer – geht hier ein Traum in Erfüllung. Und eines steht wieder fest: Das Ferien-Abenteuer geht 2020 weiter.Alina Gries

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