Heimatpreis 2022 verliehen Herausragendes Engagement gewürdigt

Jüchen · Die zahlreichen Ehrenamtler, die sich für ihre Mitbürger und ihre Gemeinschaft vor Ort einsetzen, prägen in großem Maße das, was wir unter Heimat verstehen. Um diese Menschen zu würdigen, wurde am Mittwochabend der Heimatpreis 2022 der Stadt Jüchen an drei verdiente Ehrenamtler respektive Verein verliehen.

Von links: Mirko Löhr und Bernd Mockel vom Geselligkeitsverein Wallrath, Bürgermeister Harald Zillikens, Monika Maßen und Heinrich Euler.

Von links: Mirko Löhr und Bernd Mockel vom Geselligkeitsverein Wallrath, Bürgermeister Harald Zillikens, Monika Maßen und Heinrich Euler.

Foto: Kurier Verlag GmbH/Daniela Furth

Über den mit 2.500 Euro dotierten 1. Platz durfte sich der Geselligkeitsverein Wallrath freuen. Seit vielen Jahren setzt er sich unter anderem für die Pflege des Brauchtums und der Attraktivitätssteigerung öffentlicher Orte ein. „Sie sorgen an sehr vielen Stellen dafür, dass das gesellschaftliche Leben in Wallrath blüht“, bringt es Bürgermeister Harald Zillikens auf den Punkt. Tatsächlich komme der Preis sehr gelegen, wie Bernd Mockel vom Geselligkeitsverein verrät: „Es war ein ereignisreiches Jahr, wir haben ein für Wallrather Verhältnisse sehr großes Jubiläumsfest gefeiert. Das Preisgeld werden wir wohl verwenden, um unser Kirmesfest zu sanieren.“ Ohne die Zuschüsse vom Programm „Neustart miteinader“ aus diesem Jahr müsse der Verein schauen, ob die Kirmes so in der Form, wie sie jetzt ist, weiter stattfinden kann.

Zweitplatzierte Monika Maßen hätte nicht damit gerechnet, nach dem Ehrenamtspreis 2019 nun auch noch mit dem Heimatpreis ausgezeichnet zu werden. „Ich sage immer, andere machen das viel besser“, lacht sie. Mit dem Asylkreis Bedburdyck hat sie bereits seit 2015 einen großen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen beigetragen. „Ich bin sehr dankbar, dass sie das so intensiv und lange gemacht haben“, betont der Bürgermeister. Noch heute pflegt Maßen engen Kontakt zu den Familien und ist weiter in der Flüchtlingshilfe aktiv. Obendrein kümmert sie sich um alte Menschen, bietet Nachmittagstreffs an und leitet zudem in Bedburdyck eine Ferienaktion für Kinder.

Mit dem Satz „Sie sehen so aus, als könnten Sie noch etwas arbeiten.“ von seinem alten Schulrat begann die Ehrenamtslaufbahn des pensionierten Lehrers Heinrich Euler 2015. Nun wurde er dafür mit dem 3. Platz des Heimatpreis geehrt. In Hochneukirch kümmert er sich um Jugendliche und Kinder aus allen Ländern, gibt kostenlosen Deutschunterricht und unterstützt sie bei Amtsgängen sowie der Lehrstellensuche. „Ich habe mit der Auszeichnung überhaupt nicht gerechnet. Ich mache meine Arbeit aus Überzeugung. Aber ich bin sehr froh darüber, das ist eine große Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit“, so Euler. Und Bürgermeister Harald Zillikens freute sich sehr zu hören, dass er auch in Zukunft Anlaufstelle für die jungen Menschen bleiben wird.