Bestandserhebung 2019 des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen: TV Jüchen verliert Mitglieder

Bestandserhebung 2019 des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen : TV Jüchen verliert Mitglieder

Nachdem gleich zweimal in kurzer Zeit der Vorstand des TV Jüchen teilweise komplett weggebrochen ist (der Top-Kurier berichtete), sollte sich nach einer Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand bilden. Weil nicht satzungsgemäß eingeladen wurde, bleibt auch wieder ein großes Fragezeichen. Jetzt gilt es allerdings wieder, neue Mitglieder zu gewinnen.

Denn nach Zahlen der Bestandserhebung 2019 des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, für die die Vereine die Mitgliederzahlen angeben müssen, ergibt sich im Gegensatz zum Vorjahr (778 Mitglieder) bereits ein Rückgang von über 100 Mitgliedern (673 Mitglieder 2019) im TV Jüchen.

„Das stimmt nicht“, betont Bernd Lohr, erster Vorsitzender des Vereins, „unsere ehemalige Geschäftsführerin hat versäumt die Mitgliederzahlen weiterzugeben. Ob das fahrlässig oder vorsätzlich war, weiß ich nicht. Jedenfalls haben wir insgesamt – mit Aus- und Eintritten – nur fünf Mitglieder verloren.“ Das sei so aber nicht richtig, wie sich Simone Schmidt, besagte ehemalige Geschäftsführerin des TV Jüchen, äußert: „Nach dem Wegfall der Segschneiders sind viele Mitglieder ausgetreten. Unter anderem auch die Leistungsschwimmgruppe (der Top-Kurier berichtete).

Die Mitgliederzahlen, die dem Landessportbund vorliegen, haben wir vor meinem Austritt so weitergegeben.“ Versäumt habe sie diese Aufgabe daher nicht. Wie Bernd Lohr auf nur fünf Mitglieder-Austritte komme, könne sie sich nicht erklären. Erst im Februar hatte Schmidt die Hallenbadleitung und Geschäftsführung als Nachfolgerin von Ralf Segschneider übernommen. Nur wenige Monate später ist auch sie dann wieder zurückgetreten. Auch hier stehen sich die Aussagen von Lohr und Schmidt über ihren Austritt gegenüber.

Während der Vorsitzende behauptet, die Aufgaben seien von Schmidt unterschätzt worden, erklärt Simone Schmidt: „Auch das stimmt nicht. Mir wurden in meinen Aufgaben als Geschäftsführerin massiv Steine in den Weg gelegt. Zudem wurde ich des Öfteren verbal angegriffen.“ Ebenso Ärger habe es mit den Öffnungszeiten des Hallenbads gegeben. So hatte es Hinweise gegeben, dass das Bad geschlossen sei, obwohl es geöffnet sein müsste. „Das war nicht der Fall“, erklärt Stadtsprecher Norbert Wolf, der gemeinsam mit Oswald Duda, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters unangekündigt das Hallenbad aufgesucht hatte.

(Alina Gries)