Luca und die „Borussia“: : Gleich zwei Träume wurden für Lingweiler wahr

Luca und die „Borussia“: : Gleich zwei Träume wurden für Lingweiler wahr

„Als Torwart muss man generell wahnsinnig sein“, lacht Dominik Lingweiler, „man zieht in Situationen durch, wo sich andere ducken.“ Seit Juli trainiert der Gierather die U14/15-Jugendmannschaften von „Borussia“ Mönchengladbach. Dabei ist er mehr wie ter Stegen auf dem Fußballplatz. Denn der kickt den Ball genauso gerne, wie im Tor zu stehen.

Gierath. „Der Torwart ist immer der letzte Mann im Spiel. Und entweder der Verlierer oder der Held“, meint der 32-Jährige augenzwinkernd, „es ist immer wieder ein neuer Reiz, das Beste rauszuholen. Für mich macht aber auch die Abwechslung zwischen Action und Bewegung auf der Position viel aus.“

Mit nur fünf Jahren stand Lingweiler schon damals für die Bambini in Gierath auf dem Platz, drei Jahre später hütete er das Tor der F-Jugend – fast 25 Jahre nannte er den Gierather Sportplatz sein zweites Zuhause. „Als es dann plötzlich in Gierath keine erste Mannschaft mehr gab, bin ich zum VfL nach Jüchen gewechselt und habe dort in der Landesliga gespielt“, berichtet Dominik Lingweiler.

Dann stieg Jüchen ab und der Sportler wollte sich einer neuen Herausforderung stellen. Holzheim, Rommerskirchen, Gnadental oder doch wieder zurück nach Gierath?

Die Entscheidung wird dem 32-Jährigen schnell abgenommen. „Auf einmal habe ich einen überraschenden Anruf von Gladbach bekommen“, strahlt Lingweiler noch immer über die Neu- igkeiten – so ist er schließlich schon seit Kindesbeinen an, ein großer „Borussia“-Fan. Er trainierte sogar zwei Jahre lang in der Torwartschule von Uwe Kamps, damals noch im Grevenbroicher Süden. „Das Trainerteam bei ,Borussia’ ist großartig und super entspannt“, freut er sich über die neuen Erfahrungen und die Chance, die der Verein ihm hier unterbreitet.

Seit Juli trainiert Lingweiler nun die U14/15-Jugendmannschaft von „Borussia“ Mönchengladbach. Und auch wenn der 32-Jährige eigentlich immer im Tor steht und bisher nicht von außen auf die Position geschaut hat, ist er schon jetzt begeistert von seiner neuen Aufgabe: „In der kurzen Zeit habe ich wirklich schon viel gelernt. Ich habe Fußball immer sehr ernst genommen und strikte Regeln konsequent eingehalten. Es ist toll, zu sehen, dass die Jugendlichen das genau so sehen.“

Jetzt ist Lingweiler definitiv jeden Tag auf dem Fußballplatz. Nicht nur beruflich, sondern auch für die SG Rommerskirchen, den Verein, für den er sich letztlich entschieden hat.

Zusätzlich absolviert der Sportler gerade noch die Trainer-C-Lizenz und bald dann noch die Torwarttrainer-C-Lizenz. Und dann? „Fußball ist sehr schnelllebig und zeitintensiv. Man weiß nie, wohin es geht. Solang es aber Spaß macht, habe ich auch den Ehrgeiz weiterzumachen“, erzählt er. Das wäre ohne die Unterstützung seiner Lebensgefährtin Julia Fischel aber gar nicht so leicht für den frisch gebackenen Papa. „Als im Juli die Zusage von ,Borussia’ kam, ist auch unser kleiner Luca zur Welt gekommen. Da kam dann auf einmal alles zusammen.“ Dass das aber eine einmalige Chance für Dominik Lingweiler ist, weiß seine Freundin und gibt ihm den nötigen Rückhalt. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, lächelt er.

Alina Gries

(Alina Gries)
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