Vorstand übt Selbstkritik: Mehr für die Jugend bieten

Kapellen · Der Vorstand des Bürger-Schützen-Verein Kapellen will erklärtermaßen in Zukunft mehr für die Nachwuchsförderung tun.

 Der Kinderzug im vergangenen Herbst (hier eine schöne Aufnahme unter Beteiligung des amtierenden Königspaares) soll den Weg zu einer intensiveren Jugendarbeit aufzeigen.

Der Kinderzug im vergangenen Herbst (hier eine schöne Aufnahme unter Beteiligung des amtierenden Königspaares) soll den Weg zu einer intensiveren Jugendarbeit aufzeigen.

Foto: BSV Kapellen

Hört man bei der jährlichen Jubilar-Ehrung der Kapellener Schützen genau hin, wenn Schützenzüge für 25, 50 oder mehr Jahre geehrt werden, so taucht immer wieder der gleiche Gründungsanlass auf.

Entweder gründete der Abschluss-Jahrgang der damals in Kapellen ansässigen Volksschule oder eine A-Jugend-Mannschaft des SC Kapellen einen neuen Schützenzug. So musste man sich bis in die 80er-Jahre in Kapellen kaum sorgen um den Schützennachwuchs machen. Heute ist das anders!

„Seit vielen Jahren gibt es in Kapellen keine weiterführende Schule mehr und auch aus der Jugend-Abteilung des SC Kapellen gründen sich in den vergangenen Jahren kaum noch Schützenzüge“, merkt Vorstandssprecher Mirko Metz nachdenklich an.

Die Nachwuchsförderung im Schützenverein sei zumindest vom Vorstand viele Jahre eher auf Sparflamme gefahren worden. „Das in den frühen 2000er Jahren neu gegründete Edelknabenkorps bekam viel zu wenig Aufmerksamkeit vom Vorstand. Es ist alleine dem Einsatz von Claudia Stübben und Dagmar Thüsing zu verdanken, dass wir heute noch Edelknaben im Regiment haben“, macht Metz deutlich.

Für den Nachwuchs im Jägerkorps sorgte über viele Jahre Ehrenmitglied Günter Pesch, der viel Zeit und Geld in die Gründung von neuen Jägerzügen investierte. Auch das Grenadierkorps, allen voran Major Daniel Becker, ist bereits seit vielen Jahren intensiv damit beschäftigt, neue Schützenzüge zu gründen.

Unter der Federführung von BSV-Jugendwart Markus Stübben und Beisitzer Daniel Becker soll nun die Jugendarbeit im Verein neu organisiert und orchestriert werden. Ziel ist, die Anstrengungen aller Korps in der Nachwuchsförderung zu bündeln und ein interessantes Angebot für Kinder und Jugendliche zu erarbeiten.

Ein erster Schritt ist sicherlich der Kinderumzug, den der Schützenverein im vergangenen September zum zweiten Mal im Rahmen des Schützenbiwaks angeboten hat und der von den Kindergärten in Kapellen begeistert aufgenommen wurde.

Major Becker ist inzwischen in allen Kindergärten und der Grundschule umtriebig unterwegs, um die Kinder für unser Brauchtum zu gewinnen.

Geplant sind auch gemeinsame Weihnachtsfeiern und Ausflüge, die corpsübergreifend organisiert werden sollen. Auch mit dem SC Kapellen wurde über mögliche Kooperationen gesprochen.

Mirko Metz abschließend: „Man darf gespannt sein, welche Ideen dort in Zukunft noch entstehen. Wir sind sicher, dass eine organisierte Jugendarbeit allen zu Gute kommt und hoffentlich neuen Nachwuchs für das Kapellener Schützenregiment bringt.“

(-ekG.)