Dieser fiel ja, wie alle Brunnen in Kapellen, dem Sparkurs der Stadt Grevenbroich zum Opfer und wurde vor über zehn Jahren abgeschaltet und nicht mehr gepflegt.
Erstmals entstand 1962 bei dem Bau des Rathauses an dieser Stelle ein Brunnen. Grenadiermajor Daniel Becker berichtet, dass es gar nicht so einfach ist, Informationen über diesen Brunnen in Erfahrung zu bringen. Selbst Nachforschungen bei den Archiven von Stadt und Kreis konnten keine genauen Daten über Bau und Umbau des Brunnens liefern. So muss man sich auf Berichte von Zeitzeugen verlassen.
Im Herbst des vergangenen Jahres machten sich die Männer an die Arbeit. Zunächst musste ein Loch für eine 1.000-Liter-Zisterne ausgehoben werden. „ELF“ stellte hierfür kostenlos einen Bagger zur Verfügung. Für die Öffnung der Zisterne wurde im nächsten Schritt ein Betonrahmen gegossen und mit einer abschließbaren Metallklappe versehen.
Jetzt ging es an die Technik. Der Sanitärbetrieb „Burgartz und Meuser“ war von der Idee der Brunnensanierung so begeistert, dass sie eine neue Pumpe für den Brunnen spendeten. Diese wurde auch sicher verbaut. Die Elektrik musste natürlich auch neu verlegt werden. Strom bekommt der Brunnen nun aus dem ansässigen Kindergarten.
Ein besonderer Dank möchten die Männer vom Grenadierkorps Kapellen aber auch den Stadtbetrieben Grevenbroich ausrichten. Besonders H. Schiffer stand ihnen während der ganzen Zeit mit Rat und Tat zur Seite.
Pünktlich zum ersten Advent waren die Arbeiten abgeschlossen und der Brunnen konnte ein erstes Mal eingeschaltet werden.
Aufgrund der momentanen Frostperiode natürlich nur zu Probezwecken, aber ab dem Frühjahr und vor allem zum Jubiläumsschützenfest soll der Brunnen dann dauerhaft wieder sprudeln, versprechen die Grenadiere.