1. Grevenbroich

„Ortstermin mit Glühwein“ soll nun Klarheit bringen

„Ortstermin mit Glühwein“ soll nun Klarheit bringen

Von der „ordnenden Hand der Politik“ ist in Sachen Flüchtlingsproblematik auf Bundesebene nicht gerade viel zu spüren. Manches scheint in der Republik drunter und drüber zu gehen, scheint aus dem Moment heraus entschieden zu werden.

Aber auch hier in Grevenbroich gibt es öfter einmal ein „Hin und her“. Der Versuch einer Übersicht.

Selbstverständlich ist es für eine Stadt wie Grevenbroich schwer, den oft unangekündigten Herausforderungen zur Flüchtlingsunterbringung gerecht zu werden. Da braucht es im Rathaus eine ruhige Hand, die trotz aller Irrungen und Wirrungen versucht, sinnvolle Tatsachen zu schaffen. Diese Hand hat in Grevenbroich einen Namen: Claus Ropertz.

Der Sozial-Dezernent hat sich so auch persönlich der aufgeregten Bürger von der

Gillbachstraße

angenommen. Dort sollen Wohncontainer für 100 Asylsuchende hinkommen. Bei einem Gesprächstermin machte er deutlich, dass diese Container „nicht im Dezember, auch nicht im Januar kommen“ werden. Es gebe Lieferengpässe bei Containern, lautet die Begründung. Und so hat er sich für den 15. Dezember zu einem „Ortstermin mit Glühwein“ verabredet, um die Detailfragen mit den Bürgern besprechen zu können.

Zugleich tritt er zwei Gerüchten, die kursieren, entschieden entgegen: „Wir sind mit dem GWG in Kontakt“, rückt er andersweitige Behauptungen (es gebe Probleme mit der Erschließung und das GWG sei noch gar nicht angesprochen worden) zurecht. Und die Kosten sieht er auch weiterhin bei den geplanten zwei Millionen Euro.

Für das

„Alte Finanzamt“

verspricht Ropertz in den nächsten Wochen „Licht im Gebäude“. Dort werden dann nämlich die Handwerker einziehen. „Die Ausschreibungen sind abgeschlossen; im Frühjahr kann das Haus an Netz gehen“, belegt werden. Eine Verzögerung sieht er hier nicht, Ausschreibungen und Angebotsfristen hätten keinen engeren Zeitrahmen zugelassen.

So lange werden Turnhalle und

„Alte Feuerwache“

also noch für die Flüchtlings-Unterbringung benutzt werden. Es gebe, so Ropertz, „keine Besorgnis, dass da irgendjemand frieren wird.“

Beim ehemaligen

REWE-Markt

in Gustorf hat es einen Besitzerwechsel gegeben. Der neue Inhaber, ein stadtbekannter Immobilienbesitzer, habe der Stadt das Gebäude umgebaut offeriert – „belegbar innerhalb kurzer Zeit“. Im Januar sollen dort 60 Flüchtlinge einziehen können. Dafür soll dann die ehemalige Schule auf dem

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„Wiler“

geschlossen und für den „Bauverein“ freigegeben werden.

Nichts sei allerdings an den Gerüchten, dass der

Montanushof

(Veranstaltungsebene) ebenfalls zur Asylbewerber-Unterkunft werden soll. Das sei – so Ropertz – eine echte „Schnapsidee“.

Schließlich gibt es das Thema „

Merkatorstraße

“. Dort will die Stadt ein festes Wohnheim (80 bis 100 Leute) errichten. Für Ropertz ist daran nicht zu rütteln, selbst wenn die Stadt mehr als die geplanten zwei Jahre über das „Alte Finanzamt“ verfügen könnte. „Wir haben ältere, schwangere, behinderte Menschen unter den Flüchtlingen. Und das ,Alte Finanzamt’ bleibt ein Bürogebäude“, so Ropertz, der davon ausgeht, dass es einige Jahre dauern wird, bis die anerkannten Asylbewerber in normale Wohnungen umziehen könnten. Da müsse in Sachen sozialer Wohnungsbau noch viel getan werden und das dauere einige Jahre. „Und so lange brauchen wir einen zentralen Punkt.“

(Kurier-Verlag)