: #Umweltschutz: Der NABUstartet Aufruf zum Aufforsten

: #Umweltschutz: Der NABUstartet Aufruf zum Aufforsten

Jüchen. „Wir als NABU finden den Ausgleich bei einer Bebauung in der Stadt Jüchen nicht ausreichend“, so Paul Quack und Rudolf Kuhn vom NABU Jüchen, „deswegen wollen wir einen Aufruf starten.“ Privatpersonen, die einen Garten oder eine Wiese aufforsten möchten, können sich mit dem NABU in Verbindung setzen, der dann beratend unterstützen möchte.

„Wir möchten gerne helfen, weil wir feststellen, dass die Natur in Jüchen immer weniger wird“, so auch Kuhn. Denn gerade der trockene Sommer und Holzfällungen für Wohnprojekte (Bericht Titelseite) würden den Wohnraum von Tieren in einer der waldärmsten Regionen gefährden. „Wir verstehen, dass neuer Wohnraum geschaffen werden muss“, äußert sich Quack zu dem Bauprojekt an der Peter-Busch-Straße, „wir hätten uns aber gewünscht, dass die Stadt aus moralischen Gründen ein Zeichen mit einer Ausgleichsfläche setzt.“ Interessierte Nutzer einer Privatfläche können sich daher unter rudolfkuhn70@gmail.com und02165/74 62 melden und gemeinsam mit dem NABU als Berater die Fläche wieder aufforsten. Dabei sei eine Privatfläche deshalb wichtig, damit sie nicht auf dem „Öko-Konto“ der Stadt gutgeschrieben werde.

Der NABU konnte bereits eine Privat-Wiese in Rath mit 28 Obstbäumen aufforsten – eine wichtige Notwendigkeit in der Stadt, wie die beiden betonen. Zudem betreut der NABU derzeit drei öffentliche Wiesen und insgesamt 350 Nistkästen und beteiligt sich daher aktiv an der Jüchener Umwelt. Die Anzahl der Mitglieder sei dabei bereits auf 15 aktive und etwa 80 passive Mitglieder angestiegen. „Und die Resonanz, die wir erhalten, ist toll“, strahlen die beiden, „deshalb wollen wir noch mehr bei der Gartenumgestaltung beratend zur Seite stehen und auch noch mehr Kontakt zu Schulen aufbauen, um die Jugendlichen an das Thema Umwelt heranzuführen“, so die beiden NABU-Mitglieder mit Hinblick auf Führungen durch den Naturlehrpfad.

Und auch die Weiterführung der beliebten Bürgerwäldchen begrüßen die beiden mit Hinblick auf die Umwelt in Jüchen.Alina Gries