Ein Gang durch Kloster und Geschichte: Hohe Klostermauern sind eher hinderlich

Ein Gang durch Kloster und Geschichte : Hohe Klostermauern sind eher hinderlich

Beinahe könnte man mit dem Auto einfach vorbeifahren, so liegt das Nikolauskloster doch recht unscheinbar inmitten des Dycker Ländchens. Dass hier einmal französische Soldaten das Sagen hatten und dass hier eine Hofdame neben hochadligen Fürsten und Fürstinnen beigesetzt wurde, ist dem vierflügeligen Gebäude mit einem Innenhof gar nicht anzusehen. Aber Ulrich Reipen aus Damm weiß um die Historie des Klosters.

Seit drei Jahren bietet er hier Führungen an, weil er einen familiären Bezug zum Nikolauskloster hat. Und auch weil er sich selbst begeistert, indem er spannende Dinge ausgräbt. So hat sich nach der Fertigstellung des Klosters zwischen 1720 und 1730 auch fast gar nichts mehr verändert. Um 1630 wurde der Westflügel errichtet, 1708 folgte das Kirchenportal, danach die Kirche. Der Dachstuhl stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Heute leben noch fünf Patres und ein Bruder der Ordensgemeinschaft der Oblaten der makellosen Jungfrau Maria im Nikolauskloster, weitaus weniger als früher. Damit 40 bis 50 Räume nicht leer liegen, werden sie als Gästezimmer vermietet. Gerade zu den „Classic Days“, der großen Oldtimer-Veranstaltung auf dem Gelände von Schloss Dyck, ist das Kloster nahezu ausgebucht.

Mehr als 40 Personen haben sich zusammengescharrt und warten munter schnatternd gespannt auf Ulrich Reipen. Denn der erfahrene Dammer, der im Übrigen auch ehrenamtlich die Kloster-Imkerei betreibt, gibt schon seit drei Jahren an 14 Sonntagen im Jahr eine Führung durch die Anekdoten und Geschichten, die Kirche (Hinweis: Durch die Gruft wird nicht geführt.) oder gar das klösterliche Leben im Wandel der Zeit.

„Ich bitte Sie alle gleich einmal einen Blick in den Kellereingang zu werfen“, eröffnet Reipen auch direkt den Rundgang. Denn neben dem klappernden Geschirr, das fröhlich den Kuchen in die plappernden Münder auf der Terrasse schiebt, befindet sich der Keller, indem der leckere Kuchen, für den das Nikolauskloster übrigens über seine Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, von einem Konditormeister im Ruhestand ehrenamtlich gebacken werden.

Reipen weiter: „Die Kellerwände wurden vor sechs Jahren von einem Architekten, der im Kloster eine Auszeit suchte, ehrenamtlich trocken gelegt. Das ehrenamtliche Engagement von über 50 Helfern ist übrigens für die Zukunft des Klosters und das Bleiben der Ordensgemeinschaft an diesem Standort existenziell. Männer und Frauen, die sich hier ehrenamtlich einbringen wollen, sind immer herzlich willkommen.“

„1401 wurde das Kloster von den Herren von Dyck gegründet“, erzählt Ulrich Reipen bei seinem Stopp an einer der vier Eingangstüren, „denn die hatten so eine tolle Bleibe (hält dabei ein Foto von Schloss Dyck hoch) in der Nähe. Und da die Herren von Dyck bis zu diesem Zeitpunkt so einiges getan hatten, was im Himmelreich sicher nicht gut gelitten war, haben sie sich zu einer guten Tat bereitgefunden“, meinte Reipen augenzwinkernd. „Also ist ein Heinrich von der Blome, ein Eremit aus dem Büttgerwald, mit mehreren Freunden ins Dycker Ländchen gezogen.“

Gut war, dass auf dem heutigen Klostergelände eine Kapelle stand, die bereits im 14. Jahrhundert dem Heiligen Nikolaus geweiht war. „Zwei Jahre nach Klostergründung traten von der Blome und seine Mitbrüder dem Franziskanerorden bei“, erzählt der Dammer weiter. 400 Jahre lang lebten somit Franziskaner-Mönche im Nikolauskloster. Was danach passierte, klärt Reipen erst zum Schluss auf.

Im Jahre 1449 sollten neu errichtete Klostergebäude eingeweiht werden. Drei Monate zuvor waren hier 13 Mönche an der Pest verstorben. „Weil man damals noch nichts über den Pesterreger und Rattenflöhe wusste, war dem angereisten Kölner Weihbischof Schleter das Kloster nicht geheuer. Er quartierte sich vorsichtshalber nicht im Kloster sondern auf Schloss Dyck ein. Zur Einweihungszeremonie ließ er sich nur kurz blicken und reiste danach sofort nach Köln zurück“, erzählte Ulrich Reipen verschmitzt und stellte anschließend fest, „sieben Jahre später starb er, allerdings nicht an der Pest, sondern eines natürlichen Todes.“ In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kloster weiter ausgebaut bis es in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts seine endgültige Form erhielt.

„Wir schauen uns jetzt den ersten von fünf Friedhöfen auf dem Klostergelände an: Den Oblatenfriedhof.“ Hier sind in drei Reihen mehrere Dutzend beschriftete Grabplatten in die Rasenfläche eingebettet. Reipen: „Seit 1905 befinden sich die Oblatenmissionare in den Räumlichkeiten des Nikolausklosters. Die katholische Ordensgemeinschaft der Oblaten wurde 1816 vom heiligen Eugen von Mazenod in Frankreich gegründet. Den Oblatenorden gibt es also seit über 200 Jahren. Sie denken, 200 Jahre seien ein beachtliches Alter?“

Damit stellt Reipen die Frage an die Gruppe und antwortet im selben Atemzug: „Der älteste Orden ist der Benediktinerorden, den es seit dem Jahre 529 gibt – also seit fast 1500 Jahren.“

Der Franzose Eugen von Mazenod wurde 1811 zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Volksmissionar in der Provence, um dort den Glauben neu zu entfachen, der unter den Armen zu erlöschen drohte. Er widmete sich vor allem der Erziehung der Jugend, die von der Ideologie der Revolution beeinflusst war. Mit einigen gleichgesinnten jungen Priestern gründete er 1816 die Ordensgemeinschaft der „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“. 1895 wurde in Hünfeld das erste Oblatenkloster auf deutschem Boden errichtet: Das Bonifatiuskloster

Reipen hält dabei ein großformatiges Foto hoch, das den Oblatenfriedhof zum Zeitpunkt der Eröffnung im Jahr 1910 zeigt. Er verweist auf ein großes Holzkreuz im Bildhintergrund und den Bronzekorpus des gekreuzigten Christus. Dieses Kreuz wurde mit der Zeit morsch und brach irgendwann zusammen. Der Korpus blieb dabei unbeschädigt und wurde später auf das neu errichtete Kreuz montiert. „Das hat ein Ehrenamtler gebaut“, so Reipen, „als Vorlage diente das Oblatenkreuz, dass jedes Ordensmitglieder in seinem Zingulum (Gürtel) trägt (Maßstab 1:20).“

Damit hat Reipen die Lacher sicher auf seiner Seite. 40 Patres und 16 Brüder sind hier bestattet. Der letzte Pater wurde 1988 begraben, der letzte Bruder 1990. Die Ordensgemeinschaft hat entschieden, dass hier keiner aus ihrer Gemeinschaft mehr bestattet wird.

„Zur Ordensgemeinschaft gehören Patres und Brüder. Patres haben Theologie studiert, die Priesterweihe empfangen und Gelübde abgelegt. Brüder haben zwar auch Gelübde abgelegt, in der Regel aber nicht studiert. Sie haben meist eine handwerkliche oder kaufmännische Ausbildung absolviert.“

Interessant sei das Prozedere, wie die einzelnen Ordensmitglieder an „ihr“ Oblatenkreuz kommen. Vom Träger eines Kreuzes wird nach dessen Tod der Name und das Sterbedatum seitlich in das Kreuz eingraviert. Danach kann das Kreuz von einem neuen Ordensmitglied übernommen werden. Der blickt zunächst auf die Kreuzseite, um in Erfahrung zu bringen, wer denn bislang der Träger war. Ist unter den „Vorbesitzern“ jemand, dem sich der Neue besonders verbunden fühlt, wird er dieses Kreuz für sich auswählen und bis zu seinem Tod tragen. Danach werden auch seine Daten seitlich ins Kreuz graviert.

Reipen legt bei seiner Wortwahl Wert auf den Begriff „Volksmissionar“, denn: „Bei Führungen werde ich gelegentlich gefragt, ob man auf dem Gelände auch schon mal einen Mönch zu Gesicht bekommt. Dann antworte ich: Ja, natürlich, die Fütterung der Mönche ist sonntags immer um 15 Uhr hinter der Cafeteria.“ ­- Gelächter. „Nein, Spaß bei Seite, hier leben keine Mönche, sondern Volksmissionare. Das sind eben die, die sich nicht betend und meditierend hinter Klostermauern zurückziehen. Oblaten gehen als Volksmissionare auf ihre Mitmenschen zu. Sie wollen den ihnen von Jesus Christus erzählen, damit sie ihn kennenlernen. Zu ihren Aufgaben gehört daher vor allem die Gemeinde- und die Weltmission. Oblatenmissionare gehen gezielt dorthin, wo es Menschen gibt, die noch nichts von Christus gehört oder die sich von ihm entfernt haben. Dabei liegen ihnen die Armen und Verlassenen besonders am Herzen.“

Während der Tagesablauf der Franziskaner, die bis 1803 im Nikolauskloster lebten, streng vom Stundengebet bestimmt war, bei dem sie sich täglich bis zu sieben Mal zu gemeinsamen Andachten, Gesängen und Gottesdiensten in der Kirche trafen, genügt den Oblaten täglich eine Stunde vor dem Altar. Ansonsten sind sie überwiegend mit volksmissionarischen Aufgaben befasst. Hohe Klostermauern sind hierbei eher hinderlich.

Wichtig für den Erhalt des Klosters und das Bleiben der Ordensgemeinschaft seien Spenden, Kollekten und die Einnahmen zum Beispiel aus dem Klosterladen, der Cafeteria, der Beherbergung, der Vermietung von Räumen. Denn aus der Kirchensteuer fließen, entgegen der landläufigen Vorstellung, generell keine Zuwendungen an Ordensgemeinschaften.

Während von 1905 bis zur Erbteilung 1995 von der ehemaligen Eigentümerfamilie, der Fürsten und Altgrafen zu Salm-Reifferscheidt, keine Pacht verlangt wurde, änderte sich das mit den neuen Besitzern drastisch.

Damit zieht er weiter zum nächsten Friedhof: Der Kriegsgräberstätte, die sich links neben der Zufahrt befindet. 19 deutsche Soldaten sind hier begraben. Außerdem sechs sowjetische Zwangsarbeiter. Auf jedem ihrer Grabsteine ist - recht missverständlich - zu lesen: „Hier ruht ein russischer Bürger“. Oberleutnant Emil Jung wurde im Alter von 41 Jahren ebenfalls auf diesem Friedhof begraben. „Die Front verlief nur wenige hundert Meter von hier, als Emil Jung verstarb. Der kommandierende Hauptmann bestand trotzdem darauf, ihn hier mit militärischen Ehren – das heißt mit Ehrensalven aus den Karabinern der angetretenen Ehrenkompanie - zu bestatten“, so Reipen

Der dritte Friedhof ist die neue Gruft in der Nikolauskirche. Den Zugang bilden zwei im Boden eingelassene Steinplatten, gleich hinter dem Kirchenportal. „Nimmt man die beiden Platten heraus, steht man vor einem schwarzen Loch, in das eine schmale Holztreppe führt. Steigt man die herunter und drückt unten angekommen rechts auf einen Lichtschalter, wird der tunnelartige, weiß gekälkte Raum von vielen Neonröhren ausgeleuchtet. Man erkennt, dass man in einem recht breiten Mittelgang steht. Ein Hochparterre läuft entlang der Wände. Darauf stehen 15 Holzsärge. Sie sind angeordnet wie die Bänke im Kirchenschiff. Wer von den hier bestatteten Adeligen wo liegt, wurde von den Nachfahren genau festgelegt. Auch die Abstände der Särge zueinander sind nicht willkürlich.“

„Der Eingang zur Gruft ist breit genug, dass ein Sarg soeben hindurchpasst“, erzählt er weiter, „aber was befindet sich denn eigentlich in so einem Holzsarg?“ Dabei blickt Reipen in fragende Gesichter. Was sollte sich in einem Sarg befinden, wenn nicht die Überreste eines Adeligen? „Schraubt man den Holzdeckel eines Sarges ab, blickt man auf einen zweiten Sarge, einen Metallsarg. Der Holzsarg ist nur eine Verkleidung“, lüftet er das Geheimnis.

Will man wissen, wer denn in der neuen Gruft bestattet ist, muss man nur einen Blick auf die Bronzeplatte werfen, die im Mittelgang der Kirche, vor den Altarstufen, im Boden eingelassen ist. „Darauf sind alle Adeligen mit Titel, Geburts- und Sterbeort sowie Geburts- und Sterbedatum aufgelistet. Und zwar in der Reihenfolge, wie in der Gruft auch die Särge aufgestellt sind. Die Platte hat die letzte Fürstin, die Fürstin Cecilie, Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts anbringen lassen.

Dabei fällt der Abstand zwischen dem letzten und dem Vorletzten Namen auf“, so Reipen und gibt auch gleich die Erklärung. „1924 verunglückte Fürst Alfred, der vorletzte Fürst, bei einem Verkehrsunfall tödlich. Mit ihm starben sein Chauffeur und die Hausdame, die Baronin von der Decken. Als einziges Nichtmitglied des fürstlichen Hauses ist sie mit größerem räumlichen Abstand zur Fürstenfamilie hier beigesetzt.“

Die Bestattung von Fürst Alfred war wohl die zweitgrößte Bestattung, die bis dato im Rheinland stattfand. Die größte war die von Konrad Adenauer 1967. Tageszeitungen berichteten damals, dass über 20.000 Menschen den Trauerweg entlang der 1.100 Meter langen Kastanienallee säumten. Fürst Alfred, war ein sozialpolitisch engagierter Politiker und in der Bevölkerung sehr beliebt. Er war es auch, der dafür sorgte, dass im Jahre 1905, nach über 100 Jahren, wieder eine Ordensgemeinschaft in das Nikolauskloster einzog. Die Ordensgemeinschaft der „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“.

Und warum ist der Franziskanerorden denn nun eigentlich nur bis 1803 geblieben? Auch dafür hat Reipen prompt eine Erklärung. „Die linke Rheinseite war seit 1794 von französischen Soldaten besetzt. Und eben französische Soldaten waren es, die die Franziskanermönche 1803 aus dem Nikolauskloster vertrieben. Das Kloster wurde kurzerhand säkularisiert, das heißt verstaatlicht. Danach gehörte das Kloster dem französischen Staat und der bezahlte natürlich gerne damit seine Schulden. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde in kürzester Zeit verkauft. Zurück blieb ein komplett ausgeräumtes Gebäude ohne Fensterscheiben und Türschlössern, vergleichbar mit einer Industrieruine heutzutage. Die Klostergebäude gingen mit 103 Hektar Land an ein Unternehmen in Frankreich. Damit tilgte der französische Staat seine Schulden, die er bei diesem Unternehem hatte. Diese wiederum bot das Anwesen 1806 zum Kauf an. Altgraf Josef, 1816 in den Fürstenstand erhoben, war damals Herr auf Schloss Dyck. Er kaufte die Anlage. Dabei hatte er weniger Interesse an dem leerstehenden Klostergebäude. Ihm war sehr wichtig, dass seine rund 40 Ahnen, die seit 1495 in der alten Gruft unter dem Altar bestattet wurden, nicht in fremde Hände gerierten. Heute sind übrigens die alte und die neue Gruft geschlossen, Bestattungen finden hier nicht mehr statt.“

Erst kurz vor seinem Tod, richtete der neue Eigentümer die so genannte „Fürstengruft“ ein. Kurz danach verstarb Fürst Josef 1861 im Alter von 88 Jahren. Er war der erste, der in der neuen Gruft bestattet wurde. Zwischen alter und neuer Gruft ließ er übrigens eine geschlossene Mauer ziehen. Warum er keinen Durchlass zur alten Gruft zuließ, hat Reipen bislang nicht in Erfahrung bringen können.

Links an der Wand, in Höhe des Altarraumes, fällt die holzgeschnitzte Nikolausfigur aus dem 18. Jahrhundert auf. Der Heilige Nikolaus blickt auf die erste Sitzbank herab. Diese Bank ist auch die einzige, die einen Namen trägt: die Fürstenbank. Sie hebt sich durch unaufdringliche Holzschnitzereien etwas von den anderen Bänken im Kirchenschiff ab. Früher war sie die einzige, deren Sitzfläche und Kniebank gepolstert waren. Rechts an der Seite befindet sich in der Kniebank ein kleines abschließbares Fach, in das Durchlaucht sein Gebetbuch einschließen konnte.

Ins Auge springt auch das imposante, künstlerisch sehr aufwendig gestaltete Epitaph an der rechten Kirchenwand. Es besteht auch schwarzem Basalt sowie weißem und buntem Marmor. Es soll an Alt-Graf Erich Adolf erinnern, der 1673 starb. Er war es, der die Linie Salm-Reifferscheidt-Bedburg und Dyck im Mannesstamm weiterführte, indem er im Alter von zarten 53 Jahren mit seiner zweiten Gemahlin, der knapp 17-jährigen Ernestine Gräfin Löwenstein, einen Sohn zeugte. Wenige Monate nach der Geburt seines Stammhalters verstarb Erich-Adolph.

Diese Linie des Hoch- und Uradel-Geschlechtes Salm-Reifferscheidt erlosch nach fast 900 Jahren im Mannesstamm erst 1958. Der letzte Fürst (+1958) und die letzte Fürstin (+1991) hatten zwar acht Töchter, aber keinen Sohn, der den Fürstentitel und den Namen Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck geerbt und weiter vererbt hätte.

In der Mitte des Klosterinnenhofes steht ein mächtiger Blauglockenbaum, auch Chinesischer Kaiserbaum genannt. Diese Baumart war ursprünglich nur in Asien - also auch in China - beheimatet. Kaiserbaum deshalb, weil der vorletzte österreichische Kaiser, der Kaiser Franz-Joseph, diesen Baum so liebte, dass er immer dort, wo er in seinem großen österreich-ungarischen Reiche einige Zeit verweilte, chinesische Kaiserbäume anpflanzen ließ. Da die letzte Fürstin mit dem österreichischen Kaiserhaus verwandt war (sie war eine Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin der Kaiserin Maria-Theresia) hatte sie einen besonderen Bezug zu dieser Baumart. Sie ließ den Kaiserbaum 1939 anlässlich ihrer Hochzeit mit Fürst Franz-Joseph pflanzen.

(Alina Gries)
Mehr von Erft-Kurier