SPD stellt umfangreiche Anfrage Ist der Kreis auf Krisen vorbereitet?

Grevenbroich · Blackout, Ausfall der Kommunikationsnetze oder Angriffe auf die (digitale) Infrastruktur – im Zeitalter der hybriden Kriegsführung stehen Staat und Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Wie gut ist der Rhein-Kreis auf Krisenfälle, zu denen auch der kürzliche Stromausfall in Berlin gehört, vorbereitet?

Ist der Rhein-Kreis auf Anschläge und Blackouts vorbereitet? Das will die SPD wissen.

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Im zuständigen Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz will sie hier Näheres erfahren. Hierzu hat die Fraktion für die Sitzung am 21. Januar 2026 eine umfangreiche Anfrage eingebracht.
„Mit Blick auf den Zivilschutz und die neuen Bedrohungslagen sind die Resilienz der Verwaltung sowie die Leistungsfähigkeit der Alarmierungssysteme entscheidend, um die Bevölkerung im Ernstfall rasch zu informieren und mit den richtigen Handlungsanweisungen versorgen zu können“, stellt SPD-Kreistags-Abgeordneter Udo Bartsch klar.

Der Initiator der Anfrage möchte erfahren, welche Vorbereitungen der Rhein-Kreis für den Ernstfall getroffen hat. Hierzu gehören aus seiner Sicht etwa die Einrichtung von Notanlaufpunkten zur Information der Bevölkerung sowie die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung über ein Netz von Notfallbrunnen und durch die Bereitstellung von Chlortabletten.

„Auch müssen zentrale Versorgungs- und Infrastrukturen, wozu beispielsweise Wasserwerke oder Feuerwachen gehören, mit Notstromaggregaten ausgestattet und über eigene Datenleitungen verbunden werden“, so Bartsch.

Udo Bartsch.

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Zentral sind aus seiner Sicht auch die Vernetzung und Kommunikation der Rettungs- und Sicherheitskräfte untereinander. Ebenso muss die medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleistet sein.

Die SPD-Kreistagsfraktion möchte darüber hinaus erfahren, wie sich die Struktur für Schutzräume im Kreisgebiet, auch mit Blick auf die Nutzung von Tiefgaragen, öffentliche Keller oder ähnliches gestaltet. „Wir müssen angesichts zahlreicher realer Bedrohungen gut vorbereitet sein, um den Schutz unserer Bevölkerung zu gewährleisten“, so Bartsch.

Weitere Fragen sind: Ist die Versorgung mit Löschwasser im Kreisgebiet im Krisenfall gewährleistet? Wie soll eine flächendeckende medizinische Versorgung im Ernstfall im Kreisgebiet sicher-gestellt werden und in welcher Anzahl stehen im Kreisgebiet Feldbetten zur Verfügung? Wie sind die Abgrenzungen von Zuständigkeiten und Kostenübernahmen zwischen dem Kreis, den Städten, der Gemeinde, dem Land und dem Bund geregelt?

(-gpm.)