Vor der Wahl für Greiner Platz gemacht: Versprechen wurden von ihr aber nicht gehalten

Eckum · „Zu keinem Zeitpunkt stand vor meiner Wahl zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister fest, dass ich die SPD-Fraktion verlassen würde. Diese Darstellung entspricht nicht den Tatsachen“, meldete sich jetzt Harry Marquardt, zweiter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Rommerskirchen, zu Wort.

Harry Marquardt (SPD und WfR) bezieht offizell Stellung.

Foto: SMeu.

Marquardt bezieht sich dabei vor allem auf Aussagen von Gunnar Dykstra, Chef der „grünen“ Fraktion im Gemeinderat („Kritik an der Person Harry Marquardt“; „FDP, ,Grüne’ und AfD für Abwahl“; zu finden auf www.erft-kurier.de). Und er macht deutlich: „Vielmehr setzte meine Verärgerung – wie auch vom Erft-Kurier bereits berichtet – erst nach der Wahl ein.“
Hintergrund war, „dass ich trotz der rechnerischen Mehrheitsverhältnisse aus wahltaktischen Gründen lediglich zum zweiten Stellvertreter gewählt wurde, obwohl die SPD nach der politischen Arithmetik den ersten stellvertretenden Bürgermeister hätte stellen müssen.“

Zusätzlich kam es innerhalb der Fraktion kurzfristig zur Aufstellung eines Gegenkandidaten, obwohl mir zuvor zugesichert worden war, dass ich der Kandidat der SPD sei. „Man muss wissen, dass ich im Frühjahr 2025 zu Gunsten von Annette Greiner auf den Vorsitz der SPD und damit auf den ersten Listenplatz hinter dem Bürgermeister verzichtet habe.
Als Sozialdemokrat war das für mich eine Selbstverständlichkeit.“
Diese gesamte Vorgehensweise habe bei ihm erhebliches Unverständnis und Enttäuschung ausgelöst.
Marquardt weiter: „In dieser Situation habe ich mich – auch unter dem Eindruck weiterer innerfraktioneller Spannungen – zu diesem Schritt entschlossen.“
Nachdem sich die Lage inzwischen etwas beruhigt hat, hoffe er, „dass es möglich sein wird, wieder zu einer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion zurückzufinden und perspektivisch – nach einem positiven Vermittlungsgespräch – wieder zusammenzukommen.“
Das aktuell von „Grünen“, FDP und AfD betriebene Abwahlverfahren halte er jedoch für politisch nicht akzeptabel. „Ein solches parteiübergreifendes Vorgehen widerspricht aus meiner Sicht dem Wählerwillen und trägt nicht zu einer sachlichen Befriedung der Situation bei.“
Besonders schade finde er, „dass die ,Grünen‘ sich nun der Sache von FDP-AfD anschließen.“

(-gpm.)