1. Grevenbroich

Gemeinschaft der Südstadt: Gelingt nach Corona „Schützenfest light“?

Gemeinschaft der Südstadt : Gelingt nach Corona „Schützenfest light“?

Für die Gemeinschaft der Südstadt steht wie für alle anderen Vereine im Stadtgebiet fest: Im Jahr 2020 wird das eigene Schützenfest nicht gefeiert. Präsident Thomas Gräfrath wirft jedoch die Frage auf, ob dies auch überall gleichbedeutend mit einer Kirmes-Absage einhergehen muss.

Südstadt. Die Absage des Südstadt-Festes hält Präsident Thomas Gräfrath für die richtige Entscheidung.

Er habe aufgrund von vielen Vorgesprächen schon mit dieser Variante gerechnet. So sei die endgültige Entscheidung keine Überraschung mehr gewesen.

Der Präsident berichtet von einem reibungslosen Ablauf mit den Vereinspartnern. Zudem habe er beim Kronprinzenpaar schon Anfang März die Stimmungslage abgetastet und auch dort sei die Entscheidung gut aufgefasst worden.

Präsident Thomas Gräfrath (rechts) mit seinem Vize-Präsidenten Stefan Plag.

Einen neuen Denkanstoß möchte er in der aktuellen Situation aber doch mitgeben. „Mein erster Gedanke, als ich von den Absagen bis in den Spätsommer gehört habe, ging in Richtung der Schausteller. Die Absage des Schützenfestes muss ja nicht immer unbedingt die Absage der Kirmes bedeuten. Ich denke für die Schausteller ist es auf dem Kirmesplatz durchaus machbar, Hygiene-Abstände einzuhalten. Im Endeffekt ist es Sache der Stadt, ob so etwas umsetzbar wäre“, so Präsident Thomas Gräfrath.

Eines ist jedoch sicher: Das Kronprinzenpaar Jürgen und Simone Dolfen von den „Schillsche Offiziere“ wird auch im kommende Jahr am Freitag gekrönt.

Das neue System sei ein voller Erfolg gewesen und wird für die Zukunft beibehalten. Dann werden die Schützen in der Südstadt allerdings nicht mehr unter der Leitung von Thomas Gräfrath stehen, der sein letztes Jahr im Amt des Präsidenten absolviert.

„Nach 30 Jahren Vorstandsarbeit hätte ich mir natürlich einen schöneren Abschluss gewünscht“, so der scheidende Präsident.

Die Vorfreude auf das Fest 2021 überstrahle bei ihm allerdings die Enttäuschung. „Wenn man als Schütze ein ganzes Jahr auf den einen Termin wartet, dann kann man das auch zwei Jahre lang. Alles andere hätte einfach keinen Sinn ergeben“, sagt Gräfrath.

Der Vorstand hat sich übrigens Gedanken gemacht, wie nach Ende der Einschränkungen noch ein bisschen gefeiert werden . Angedacht ist ein „Schützenfest light“ in der GoT.