CDU Jüchen auf Exkursion Wer gut informiert ist, kann richtige Entscheidungen treffen

Jüchen · Vor Kurzem fand eine geführte Exkursion zum Thema Wasserwirtschaft und Ökologie für CDU-Vertreter der Anrainerkommunen des Tagebaus Garzweiler statt. Auf Einladung des CDU-Vorsitzenden Jens Simon aus Erkelenz trafen sich Vertreter aus fünf Anrainerkommunen des Tagebaus Garzweiler, um sich über die aktuelle Entwicklung des Tagebaus zu informieren und auszutauschen.

 Vertreter der CDU Jüchen nahmen vor Kurzem an einer geführten Exkursion zum Thema Wasserwirtschaft und Ökologie teil.

Vertreter der CDU Jüchen nahmen vor Kurzem an einer geführten Exkursion zum Thema Wasserwirtschaft und Ökologie teil.

Foto: CDU Jüchen

Für die CDU Jüchen nahmen der Vorsitzende des Ausschusses Tagebaufolgelandschaft, Gerd Kuska, die Ortsverbandsvorsitzende, Petra Segschneider, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Peter Lüpges und die Kreistagsabgeordnete Sandra Lohr teil. Geführt wurde die Tour durch die Fachbereichsleiterin Umwelt Barbara Weinthal und André Rusmann von der Stadt Mönchengladbach.

Am Aussichtspunkt Hochneukirch erklärte Rusmann die Grundlagen der Kohleentstehung, die einzelnen Schichten im Tagebau und den Ablauf der Gewinnung. Auch die Grundlagen der Sümpfungsmaßnahmen wurden hier erklärt. Die Teilnehmer lernten, wie die Ufer des zukünftigen Sees gestaltet werden müssen, wie eine Versauerung des Wassers verhindert werden kann und welche Probleme die Mengenbeschaffung darstellen. Auch die Rheinwassertransportleitung und die Art der Befüllung des Sees wurde hier besprochen. Dazu gehört auch die Frage, ob die Qualität des Rheinwassers für die Seebefüllung ausreichend ist, oder Filteranlagen nötig sein werden.

Auf dem Weg nach Wanlo war die Tagebauinfrastruktur mit Brunnen, Immissionsschutz und Kiesgewinnung Thema. Im Köhmtal erklärte Weinthal, dass die Verlegung des Seeufers auch Probleme mit der Anbindung an die Niers als Abfluss des Sees bringen wird. Der Höhenunterschied und der Abstand müssen überwunden werden. Hier wird darüber nachgedacht einen „Nierscanyon“ zu gestalten. Auch für die Wasserhöfe in und um Kuckum stellt die Wasserwirtschaft ein elementares Thema dar. Hier ist dringend dafür zu sorgen, dass die Balken, auf denen die Höfe erbaut sind, weiter im Wasser stehen. Weinthal berichtete wie die Gegend um die Niersquelle vor dem Tagebau nur so vor Wasser und Quellen sprudelte.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Einleitung des Wassers wurde den Teilnehmern im Feuchtgebiet Mühlenbach erklärt. Von Direkteinleitungen über Versickerungsanlagen bis zu Tiefenbrunnen gibt es hier viele Möglichkeiten, die teilweise bis zur niederländischen Grenze reichen. Auch der Naturpark Schwalm-Nette ist vom Tagebau-Wasser abhängig. Ebenfalls wichtig ist die zukünftige Wasserversorgung mit Trinkwasser.

Die Teilnehmer waren sich nach der fast fünfstündigen Tour einig, dass nur mit fundiertem Wissen auch die richtigen Entscheidungen in der Politik getroffen werden können und solche Informationsveranstaltungen gebietsübergreifend für weitere Themen stattfinden werden.

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