Jubiläum für das Seniorennetzwerk: „Ich für mich, mit Anderen, für Andere“

Jubiläum für das Seniorennetzwerk : „Ich für mich, mit Anderen, für Andere“

Wandern, Fahrradfahren, kochen, spielen oder essen – und das alles gemeinsam und größtenteils sogar kostenlos. Mit insgesamt 20 Aktivitäten – bald soll es noch eine Canasta-Gruppe geben – feiert das Seniorennetzwerk „55plus“ am Sonntag zehnjähriges Bestehen. Dabei lautet das Motto der 60 Ehrenamtlichen und 300 Nutzer: „Ich für mich, mit Anderen, für Andere“.

„Das Netzwerk soll ältere Leute ansprechen, die vielleicht alleine zu Hause sitzen oder sogar Paare, die Lust haben gemeinsam etwas zu machen“, erzählt Marlies Kuhn. Sie ist schon von Anfang an dabei und hat die Fäden in der Hand: „Ich möchte damit gerne etwas weitergeben und nehme deswegen auch gerne Einzelpersonen an die Hand.“

Als 2002 der Caritasverband das Seniorennetzwerk in Neuss ins Leben rief stand für Heinz Schneider, Diplom-Sozialarbeiter des Caritasverbandes gleich fest: Das muss es auch in Jüchen geben. Mit der Wandergruppe ist die Gemeinschaft 2009 gestartet und von da an stetig gewachsen.

„Mir war es wichtig, dass eine solche Gemeinschaft auch auf dem Land funktioniert“, berichtet Schneider, „überall gibt es Menschen, die im Alter Zeit haben, wir schaffen mit dem Seniorennetzwerk die Rahmenbedingung.“ Egal ob gemeinsam wandern, essen oder basteln – Angebote beim Netzwerk gibt es zu Genüge. Aber es gibt nicht nur die Möglichkeit gemeinsam in Aktion zu treten. „Es wird auch das ,Reparatur Café’ jeden ersten Donnerstag im Monat angeboten, bei dem kaputte Gegenstände repariert werden“, erklärt Schneider weiter. Oder es gibt Smartphone-Kurse, die von Hans-Bert Hilgers, technische Hand des Netzwerks, geleitet werden sowie sämtliche Vorträge in Kooperation auch mit dem Deutschen Roten Kreuz. Denn damit stütze das Netzwerk auch das Grundmotto der Gemeinschaft: „Ich für mich, mit Anderen, für Andere“. „Der Fokus liegt dabei wirklich auf das Zusammenbringen“, so Schneider weiter, „die Aktivität ist der kleinste Nenner.“ Dabei kann jeder die Angebote des Seniorennetzwerks nutzen. „Wir sind kein Verein. Eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Die Leute können einfach vorbeikommen“, erklärt Klaus-Dieter Hahn, Mitorganisator und Sprecher des Netzwerks, „auch das Alter ist keine feste Vorgabe, sondern ein Richtwert.“ Hahn und Ehefrau Helma sind auch von Anfang an dabei. Am 14. Juli von 11 bis 15 Uhr will das Seniorennetzwerk gemeinsam zum Grillen im Innenhof des „Haus Katz“ einladen.-agr.

(Alina Gries)