1. Jüchen

Interreligiöse Gedenkfeier zur Pogromnacht​ in Jüchen

Ein Symbol der Einheit, des Friedens und der Solidarität : Interreligiöse Gedenkfeier zur Pogromnacht

Die Stadt Jüchen lädt gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Hochneukirch alle Bürger zu einer Interreligiösen Gedenkfeier zur Pogromnacht ein. Diese wird ein Symbol der Einheit, des Friedens und der Solidarität sein.

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, 12. November, um 12 Uhr mit dem Totengedenken auf dem städtischen Friedhof in Hochneukirch statt. Es folgt eine Feierstunde in einem gottesdienstlichen Rahmen in der katholischen Kirche St. Pantaleon, Hochstraße, in Hochneukirch. Schüler der Gesamtschule Jüchen gestalten die Gedenkfeier mit.

Mit der Pogromnacht im Jahre 1938 erreichte die Verfolgung der Juden durch das NS-Regime einen ersten schrecklichen Höhepunkt. Auch die Hochneukircher Synagoge wurde zerstört und jüdische Bürger aus dem Gebiet der heutigen Stadt Jüchen deportiert und umgebracht. Diese Veranstaltung wird dazu dienen, die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse der Pogromnacht vom 9. November 1938 wachzuhalten und gleichzeitig die Bedeutung des interreligiösen Dialogs und der Verständigung zu betonen.

 „,Nie wieder darf so etwas geschehen!‘ Das waren auch Jahr für Jahr unsere Solidaritätsbekundungen und Mahnungen aus Anlass der Pogromnacht im Jahr 1938. Nun ist es wieder geschehen. Mit brutaler Gewalt haben Hamas-Terroristen aus dem Gazastreifen am 07. Oktober Menschen in Israel überfallen, misshandelt und getötet, weil Sie Juden waren. Am 12. November wollen wir mit unserer Gedenkfeier auch ein deutliches und starkes Zeichen der Solidarität mit Israel setzen. Ich hoffe, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger durch ihre Teilnahme unsere Solidarität mit Israel zeigen werden. In Zeiten globaler Herausforderungen, wie dem aktuellen Konflikt in Israel, ist es wichtiger denn je, dass wir zusammenstehen und die gemeinsamen Werte des Friedens und der Versöhnung leben“, so Bürgermeister Harald Zillikens.

Gebete und Ansprachen der beiden Konfessionen werden bei der Gedenkfeier die Wichtigkeit des interreligiösen Dialogs hervorheben. Es wird gemeinsam ein Zeichen gegen Intoleranz, Hass und den durch den Konflikt zwischen Israel und der Hamas auch in Deutschland wieder aufkommenden Antisemitismus gesetzt. Nach der gottesdienstlichen Feier wird ein kleiner Imbiss im Thomas-Morus-Haus, Zugang über den Parkplatz hinter der Kirche, angeboten.