Dabei geht es nicht um die Sache „dass“, sondern um die Frage „wie“, die in den Männerzügen eifrig diskutiert wird. Eine Großfackel bringt es am Samstag Abend auf den Punkt: „Was trägt im BSV die Schützenmaid? Grüner Rock oder rotes Kleid?“ Und in der Tat hat bisher noch niemand die „Uniform“ der neuen „Schloss-Stadt-Mädels“ gesehen.
Und so entstand der Damenzug: Am 8. März, dem „Internationalen Frauentag“, kamen beim Schützenabend des BSV Grevenbroich vier Frauen ins Gespräch. Im Laufe des Abends reifte der Wunsch, einen eigenen Schützenzug zu gründen – erstmals möglich durch eine kürzlich beschlossene Satzungsänderung.
Der Name war schnell gefunden, und die Idee wurde kurzerhand symbolisch auf einem Bierdeckel festgehalten: Die „Schloss-Stadt-Mädels“ waren geboren.
Doch vier Frauen machen noch keinen vollständigen Zug, und so begaben sie sich auf die Suche nach weiteren Mitstreiterinnen. Mit Erfolg: Vier weitere engagierte Mädels schlossen sich der Idee an. Am 14. Mai war es dann so weit: Die offizielle Gründung fand im Schützenzimmer des „Alten Schlosses“ statt. „Der Vorstand des BSV empfing uns mit großer Offenheit und Herzlichkeit, was uns in unserer Entscheidung nur bestärkte“, so die Damen.
Und weiter betonen sie: „Die ,Schloss-Stadt-Mädels’ vereinen Tradition und Brauchtum mit Gemeinschaftssinn, Geselligkeit und dem Mut, neue Wege zu gehen. Unser Ziel: aktiv am Schützenfest teilnehmen. Wir möchten keine Kopie der bestehenden Züge wie Jäger oder Grenadiere sein – unser Ziel ist ein eigenständiges, aber respektvolles Erscheinungsbild, das unsere Zugehörigkeit zum Regiment deutlich macht.“