Denn als die Feierwilligen rund um die beiden Fässchen (Alt und Kölsch) Aufstellung genommen hatten, wurde entsetzt festgestellt: Es ist kein Hammer da!
König Julian Flintz griff beherzt zum Zapfhahn, um ihn mit der hohlen Hand einzuschlagen. Barthel Velder sicherte das Fass von der anderen Seite. Nur der Erfolg war eher bescheiden: Ein wenig Kölsch tröpfelte in die Gläser ...
Dann wurde Präsident Detlef Bley munter: „Ich glaube, ich habe einen Hammer im Kofferraum“, sagte er und verschwand. Wenig später kehrte er zurück mit einem kleinen, silbern glänzenden Werkzeug, mit dem schlussendlich der Fassanstich gelang, auch wenn der eine Zapfhahn danach recht ramponiert aussah. Das Bier jedenfalls floss ...
Bei dem Silbergerät handelte es sich übrigens um ein „Druckprüfer-Hammer“ des TüV, den Bley bei der offiziellen Zeremonie einer Kessel-Übergabe, an der er dienstlich teilnahm, als Dankeschön an den Hersteller geschenkt bekommen hatte. Seit zwei Jahren lag er unbeachtet im Kofferraum. Jetzt durfte er wieder einmal glänzen.